Photovoltaik Förderung 2025: Alle Programme und Zuschüsse
Bund, Länder und Kommunen fördern die Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern mit verschiedenen Programmen. Von zinsgünstigen KfW-Krediten über Landeszuschüsse bis zu kommunalen Förderprogrammen – dieser Ratgeber zeigt alle Fördermöglichkeiten 2025 und wie Sie diese optimal nutzen.
Photovoltaik Förderung 2025: Das Wichtigste im Überblick
Für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher gibt es 2025 verschiedene Fördermöglichkeiten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Die wichtigsten sind KfW-Kredite, Einspeisevergütung, Steuervorteile und regionale Zuschüsse.
- Einspeisevergütung (EEG): 20 Jahre garantierte Vergütung für eingespeisten Strom (8-13 ct/kWh)
- Steuervorteile: 0% MwSt. beim Kauf, keine Einkommensteuer auf Erträge (bis 30 kWp)
- Zinsgünstige Kredite: KfW 270 mit niedrigen Zinsen ab 3,95% p.a.
- Zuschüsse: Bundes-, Landes- und Kommunalprogramme mit direkten Zuschüssen
Förderarten im Vergleich
| Förderart | Typ | Höhe | Für wen? |
|---|---|---|---|
| Einspeisevergütung | Vergütung | 8,1 ct/kWh (Überschuss), 12,9 ct/kWh (Volleinspeisung) | Alle PV-Anlagen |
| 0% MwSt. | Steuerbefreiung | 19% Ersparnis auf Kaufpreis | PV bis 30 kWp auf Wohngebäuden |
| Einkommensteuerbefreiung | Steuerbefreiung | Keine Besteuerung der Erträge | PV bis 30 kWp auf Wohngebäuden |
| KfW 270 Kredit | Zinsgünstiger Kredit | Ab 3,95% p.a., bis 150 Mio. € | Alle PV-Anlagen und Speicher |
| Landesförderung | Zuschuss | 100-3.000 € je nach Bundesland | Regional unterschiedlich |
| Kommunale Förderung | Zuschuss | 100-2.000 € je nach Stadt/Gemeinde | Einwohner der fördernden Kommune |
Förderung vom Bund: Einspeisevergütung, Steuervorteile, KfW-Kredit
1. Einspeisevergütung nach EEG 2023
Die Einspeisevergütung ist die wichtigste Bundesförderung. Sie garantiert für 20 Jahre eine feste Vergütung für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom.
| Anlagengröße | Überschusseinspeisung | Volleinspeisung | Laufzeit |
|---|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 8,1 ct/kWh | 12,9 ct/kWh | 20 Jahre ab Inbetriebnahme |
| 10-40 kWp | 7,0 ct/kWh | 10,8 ct/kWh | 20 Jahre ab Inbetriebnahme |
| 40-100 kWp | 5,7 ct/kWh | 10,8 ct/kWh | 20 Jahre ab Inbetriebnahme |
2. Mehrwertsteuerbefreiung (0% MwSt.)
Seit 1. Januar 2023: 0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen
Wer profitiert?
- Photovoltaikanlagen bis 30 kWp (peak) auf oder in der Nähe von Wohngebäuden
- Gilt für Module, Wechselrichter, Speicher, Montage – das komplette System
- Auch Balkonkraftwerke bis 600 Wp profitieren
Ersparnis: Bei 25.000 € Anschaffungskosten sparen Sie 4.750 € (19% MwSt.)
3. Einkommensteuerbefreiung
Seit 1. Januar 2023: Keine Einkommensteuer auf PV-Erträge
Regelung:
- PV-Anlagen bis 30 kWp (peak) auf Wohngebäuden sind einkommensteuerfrei
- Keine Besteuerung der Einspeisevergütung
- Keine Besteuerung des Eigenverbrauchs
- Keine aufwändige Gewinnermittlung mehr nötig
- Gilt rückwirkend für das gesamte Jahr 2022
Vorteil: Vereinfachung der Steuererklärung, keine Gewinnermittlung, kein zusätzliches Einkommen
4. KfW-Kredit 270: Erneuerbare Energien – Standard
Der KfW-Kredit 270 ist ein zinsgünstiger Förderkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für den Kauf und die Installation von PV-Anlagen und Batteriespeichern.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Zinssatz | Ab 3,95% p.a. effektiv (Stand: Januar 2025, bonitätsabhängig) |
| Kredithöhe | Bis 150 Millionen Euro (praktisch: gesamte Investitionssumme) |
| Laufzeit | 5 bis 20 Jahre (wählbar) |
| Tilgungsfreie Anlaufzeit | 1-3 Jahre (optional) |
| Sondertilgung | Jederzeit möglich ohne Vorfälligkeitsentschädigung |
| Antragstellung | Über Hausbank VOR Beginn des Vorhabens |
| Für wen? | Privatpersonen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen |
Beispielrechnung: KfW 270 vs. Privatkredit
Kreditsumme: 25.000 €, Laufzeit: 10 Jahre
| Kreditart | Zinssatz | Monatliche Rate | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
| KfW 270 | 3,95% p.a. | 252 € | 30.240 € |
| Privatkredit (Durchschnitt) | 6,50% p.a. | 285 € | 34.200 € |
| Ersparnis KfW | -33 €/Monat | -3.960 € |
Förderung der Bundesländer 2025
Viele Bundesländer bieten eigene Förderprogramme für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher. Die Programme sind regional sehr unterschiedlich und haben oft begrenzte Budgets.
Übersicht Landesförderung nach Bundesland (Stand: Januar 2025)
| Bundesland | Programm | Förderung PV | Förderung Speicher | Status |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Keine aktive Landesförderung | - | - | Prüfen Sie kommunale Programme |
| Bayern | 10.000-Häuser-Programm | - | - | Ausgelaufen, Neuauflage unklar |
| Berlin | SolarPlus Programm | Bis 300 €/kWp | Bis 300 €/kWh | Aktiv, Budget verfügbar |
| Brandenburg | 1.000-Speicher-Programm | - | Bis 3.000 € | Begrenzt verfügbar |
| Bremen | Bremer Modernisierungsprogramm | Teilweise | Teilweise | Geringer Umfang |
| Hamburg | Förderprogramm Energetische Gebäudesanierung | Im Gesamtpaket | Im Gesamtpaket | Aktiv |
| Hessen | Keine aktive Landesförderung | - | - | Prüfen Sie kommunale Programme |
| Mecklenburg-Vorpommern | Klimaschutz-Förderrichtlinie | Bis 1.000 € | Bis 1.000 € | Begrenzt verfügbar |
| Niedersachsen | Keine aktive Landesförderung | - | - | Prüfen Sie kommunale Programme |
| Nordrhein-Westfalen | progres.NRW | - | Bis 600 € (+ 100 € bei Wallbox) | Aktiv, Budget oft ausgeschöpft |
| Rheinland-Pfalz | Solar-Speicher-Programm | - | Bis 1.000 € | Aktiv |
| Saarland | Keine aktive Landesförderung | - | - | - |
| Sachsen | Speicher- und Ladeinfrastruktur | - | Bis 1.000 € (mit Wallbox) | Begrenzt verfügbar |
| Sachsen-Anhalt | Keine aktive Landesförderung | - | - | - |
| Schleswig-Holstein | Klimaschutz-Förderung | Teilweise | Bis 1.500 € | Begrenzt verfügbar |
| Thüringen | Solar Invest | Bis 1.200 € | Bis 3.000 € | Begrenzt verfügbar |
Beispiel: Berlin SolarPlus
Förderprogramm SolarPlus Berlin (Stand: Januar 2025)
Förderung für PV-Anlagen:
- 300 €/kWp für PV-Anlagen auf Wohngebäuden
- Maximal 15.000 € pro Anlage
Förderung für Batteriespeicher:
- 300 €/kWh Speicherkapazität
- Maximal 15.000 € pro Speicher
Beispiel 10 kWp + 10 kWh:
PV: 10 kWp × 300 € = 3.000 €
Speicher: 10 kWh × 300 € = 3.000 €
Gesamtförderung: 6.000 €
Kommunale Förderprogramme für Photovoltaik
Zusätzlich zu Bundes- und Landesförderung bieten viele Städte und Gemeinden eigene Zuschüsse für Solaranlagen. Die Förderhöhe liegt typisch bei 100-2.000 Euro.
Ausgewählte Kommunen mit Förderung (Beispiele)
| Stadt/Gemeinde | Bundesland | Förderhöhe | Bedingungen |
|---|---|---|---|
| München | Bayern | Bis 500 € pauschal | Anlagen bis 30 kWp |
| Düsseldorf | NRW | Bis 1.000 € | Klimafreundliches Wohnen |
| Köln | NRW | Bis 1.500 € | Altbausanierung + PV |
| Frankfurt/Main | Hessen | Bis 300 €/kWp | Max. 3.000 € |
| Stuttgart | BW | Bis 350 €/kWp | Max. 5.000 €, mit Speicher |
| Freiburg | BW | Bis 200 €/kWp | Max. 3.000 € |
| Erlangen | Bayern | Bis 150 €/kWp | Für Speicher zusätzlich |
- Website Ihrer Stadt/Gemeinde → Bereich "Klimaschutz" oder "Energie"
- Bei Stadtwerken oder Gemeindeverwaltung nachfragen
- Förder-Datenbanken nutzen (z.B. Fördernavi der Verbraucherzentrale)
Förderung beantragen: So gehen Sie vor
Schritt-für-Schritt zur Förderung
1. Fördermöglichkeiten recherchieren
- Prüfen Sie Bundes-, Landes- und kommunale Programme
- Checkliste erstellen: Welche Programme kommen infrage?
- Förderbedingungen genau lesen (oft müssen Anträge VOR Beauftragung gestellt werden)
2. KfW-Kredit beantragen (falls gewünscht)
- VOR Vertragsabschluss mit Installateur zur Hausbank gehen
- KfW-Antrag über Hausbank stellen (nicht direkt bei KfW)
- Unterlagen: Angebot Installateur, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Einkommensnachweise
- Nach Zusage: Vertrag mit Installateur abschließen
3. Landes- und Kommunalförderung beantragen
- Antrag meist online über Förderportal des Landes/Kommune
- Oft erforderlich VOR Beauftragung – Timing beachten!
- Unterlagen: Angebot, Eigentümernachweis, Steuernummer
- Wartezeit bis Bewilligung: 2-8 Wochen
4. PV-Anlage installieren
- Nach Förderzusage: Beauftragung des Installateurs
- Installation durchführen lassen
- Inbetriebnahme und Abnahme
5. Verwendungsnachweis einreichen
- Nach Installation: Rechnung und Nachweise an Förderstelle senden
- Inbetriebnahmeprotokoll, Fotos der Anlage
- Auszahlung der Förderung (meist 4-8 Wochen nach Einreichung)
Förderungen kombinieren und maximieren
Die gute Nachricht: Viele Förderungen lassen sich kombinieren. So holen Sie das Maximum heraus:
Was lässt sich kombinieren?
| Förderung 1 | Förderung 2 | Kombinierbar? |
|---|---|---|
| Einspeisevergütung | Alle anderen | ✓ Ja |
| 0% MwSt. | Alle anderen | ✓ Ja |
| Einkommensteuerbefreiung | Alle anderen | ✓ Ja |
| KfW 270 | Landesförderung | ✓ Ja |
| KfW 270 | Kommunalförderung | ✓ Ja |
| Landesförderung | Kommunalförderung | ✓ Meistens ja (prüfen) |
Beispiel Maximale Förderung: Berlin, 10 kWp + 10 kWh
| Förderart | Betrag |
|---|---|
| Anschaffungskosten (brutto mit 19% MwSt.) | 28.560 € |
| Abzug: 0% MwSt. (statt 19%) | -4.560 € |
| Netto-Anschaffungskosten | 24.000 € |
| Berlin SolarPlus: PV-Förderung | -3.000 € |
| Berlin SolarPlus: Speicher-Förderung | -3.000 € |
| Eigenanteil nach Förderung | 18.000 € |
| Finanzierung über KfW 270 (3,95%, 10 Jahre) | Monatlich 182 € |
| + 20 Jahre Einspeisevergütung (ca. 5.000-10.000 €) | |
| + Einkommensteuerbefreiung auf alle Erträge | |
Gesamtförderung: 10.560 € (37% der Brutto-Anschaffungskosten)
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