PV-Förderung 2025

Photovoltaik Förderung 2025: Alle Programme und Zuschüsse

Bund, Länder und Kommunen fördern die Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern mit verschiedenen Programmen. Von zinsgünstigen KfW-Krediten über Landeszuschüsse bis zu kommunalen Förderprogrammen – dieser Ratgeber zeigt alle Fördermöglichkeiten 2025 und wie Sie diese optimal nutzen.

Stand: Januar 2025 Alle 16 Bundesländer
Überblick

Photovoltaik Förderung 2025: Das Wichtigste im Überblick

Für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher gibt es 2025 verschiedene Fördermöglichkeiten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Die wichtigsten sind KfW-Kredite, Einspeisevergütung, Steuervorteile und regionale Zuschüsse.

Die 4 Säulen der PV-Förderung in Deutschland:
  • Einspeisevergütung (EEG): 20 Jahre garantierte Vergütung für eingespeisten Strom (8-13 ct/kWh)
  • Steuervorteile: 0% MwSt. beim Kauf, keine Einkommensteuer auf Erträge (bis 30 kWp)
  • Zinsgünstige Kredite: KfW 270 mit niedrigen Zinsen ab 3,95% p.a.
  • Zuschüsse: Bundes-, Landes- und Kommunalprogramme mit direkten Zuschüssen

Förderarten im Vergleich

Förderart Typ Höhe Für wen?
Einspeisevergütung Vergütung 8,1 ct/kWh (Überschuss), 12,9 ct/kWh (Volleinspeisung) Alle PV-Anlagen
0% MwSt. Steuerbefreiung 19% Ersparnis auf Kaufpreis PV bis 30 kWp auf Wohngebäuden
Einkommensteuerbefreiung Steuerbefreiung Keine Besteuerung der Erträge PV bis 30 kWp auf Wohngebäuden
KfW 270 Kredit Zinsgünstiger Kredit Ab 3,95% p.a., bis 150 Mio. € Alle PV-Anlagen und Speicher
Landesförderung Zuschuss 100-3.000 € je nach Bundesland Regional unterschiedlich
Kommunale Förderung Zuschuss 100-2.000 € je nach Stadt/Gemeinde Einwohner der fördernden Kommune
Bundesförderung

Förderung vom Bund: Einspeisevergütung, Steuervorteile, KfW-Kredit

1. Einspeisevergütung nach EEG 2023

Die Einspeisevergütung ist die wichtigste Bundesförderung. Sie garantiert für 20 Jahre eine feste Vergütung für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom.

Anlagengröße Überschusseinspeisung Volleinspeisung Laufzeit
Bis 10 kWp 8,1 ct/kWh 12,9 ct/kWh 20 Jahre ab Inbetriebnahme
10-40 kWp 7,0 ct/kWh 10,8 ct/kWh 20 Jahre ab Inbetriebnahme
40-100 kWp 5,7 ct/kWh 10,8 ct/kWh 20 Jahre ab Inbetriebnahme

Einspeisevergütung im Detail

2. Mehrwertsteuerbefreiung (0% MwSt.)

Seit 1. Januar 2023: 0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen

Wer profitiert?

  • Photovoltaikanlagen bis 30 kWp (peak) auf oder in der Nähe von Wohngebäuden
  • Gilt für Module, Wechselrichter, Speicher, Montage – das komplette System
  • Auch Balkonkraftwerke bis 600 Wp profitieren

Ersparnis: Bei 25.000 € Anschaffungskosten sparen Sie 4.750 € (19% MwSt.)

3. Einkommensteuerbefreiung

Seit 1. Januar 2023: Keine Einkommensteuer auf PV-Erträge

Regelung:

  • PV-Anlagen bis 30 kWp (peak) auf Wohngebäuden sind einkommensteuerfrei
  • Keine Besteuerung der Einspeisevergütung
  • Keine Besteuerung des Eigenverbrauchs
  • Keine aufwändige Gewinnermittlung mehr nötig
  • Gilt rückwirkend für das gesamte Jahr 2022

Vorteil: Vereinfachung der Steuererklärung, keine Gewinnermittlung, kein zusätzliches Einkommen

4. KfW-Kredit 270: Erneuerbare Energien – Standard

Der KfW-Kredit 270 ist ein zinsgünstiger Förderkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für den Kauf und die Installation von PV-Anlagen und Batteriespeichern.

Merkmal Details
Zinssatz Ab 3,95% p.a. effektiv (Stand: Januar 2025, bonitätsabhängig)
Kredithöhe Bis 150 Millionen Euro (praktisch: gesamte Investitionssumme)
Laufzeit 5 bis 20 Jahre (wählbar)
Tilgungsfreie Anlaufzeit 1-3 Jahre (optional)
Sondertilgung Jederzeit möglich ohne Vorfälligkeitsentschädigung
Antragstellung Über Hausbank VOR Beginn des Vorhabens
Für wen? Privatpersonen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen

Beispielrechnung: KfW 270 vs. Privatkredit

Kreditsumme: 25.000 €, Laufzeit: 10 Jahre

Kreditart Zinssatz Monatliche Rate Gesamtkosten
KfW 270 3,95% p.a. 252 € 30.240 €
Privatkredit (Durchschnitt) 6,50% p.a. 285 € 34.200 €
Ersparnis KfW -33 €/Monat -3.960 €
Wichtig: KfW-Antrag muss VOR Bestellung/Vertragsabschluss gestellt werden. Nachträgliche Anträge sind nicht möglich!
Landesförderung

Förderung der Bundesländer 2025

Viele Bundesländer bieten eigene Förderprogramme für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher. Die Programme sind regional sehr unterschiedlich und haben oft begrenzte Budgets.

Übersicht Landesförderung nach Bundesland (Stand: Januar 2025)

Bundesland Programm Förderung PV Förderung Speicher Status
Baden-Württemberg Keine aktive Landesförderung - - Prüfen Sie kommunale Programme
Bayern 10.000-Häuser-Programm - - Ausgelaufen, Neuauflage unklar
Berlin SolarPlus Programm Bis 300 €/kWp Bis 300 €/kWh Aktiv, Budget verfügbar
Brandenburg 1.000-Speicher-Programm - Bis 3.000 € Begrenzt verfügbar
Bremen Bremer Modernisierungsprogramm Teilweise Teilweise Geringer Umfang
Hamburg Förderprogramm Energetische Gebäudesanierung Im Gesamtpaket Im Gesamtpaket Aktiv
Hessen Keine aktive Landesförderung - - Prüfen Sie kommunale Programme
Mecklenburg-Vorpommern Klimaschutz-Förderrichtlinie Bis 1.000 € Bis 1.000 € Begrenzt verfügbar
Niedersachsen Keine aktive Landesförderung - - Prüfen Sie kommunale Programme
Nordrhein-Westfalen progres.NRW - Bis 600 € (+ 100 € bei Wallbox) Aktiv, Budget oft ausgeschöpft
Rheinland-Pfalz Solar-Speicher-Programm - Bis 1.000 € Aktiv
Saarland Keine aktive Landesförderung - - -
Sachsen Speicher- und Ladeinfrastruktur - Bis 1.000 € (mit Wallbox) Begrenzt verfügbar
Sachsen-Anhalt Keine aktive Landesförderung - - -
Schleswig-Holstein Klimaschutz-Förderung Teilweise Bis 1.500 € Begrenzt verfügbar
Thüringen Solar Invest Bis 1.200 € Bis 3.000 € Begrenzt verfügbar
Wichtig: Landesförderungen ändern sich häufig und haben begrenzte Budgets. Programme werden oft nach dem Windhundprinzip vergeben (wer zuerst kommt, mahlt zuerst). Informieren Sie sich frühzeitig auf der Website Ihres Bundeslandes.

Beispiel: Berlin SolarPlus

Förderprogramm SolarPlus Berlin (Stand: Januar 2025)

Förderung für PV-Anlagen:

  • 300 €/kWp für PV-Anlagen auf Wohngebäuden
  • Maximal 15.000 € pro Anlage

Förderung für Batteriespeicher:

  • 300 €/kWh Speicherkapazität
  • Maximal 15.000 € pro Speicher

Beispiel 10 kWp + 10 kWh:
PV: 10 kWp × 300 € = 3.000 €
Speicher: 10 kWh × 300 € = 3.000 €
Gesamtförderung: 6.000 €

Kommunale Förderung

Kommunale Förderprogramme für Photovoltaik

Zusätzlich zu Bundes- und Landesförderung bieten viele Städte und Gemeinden eigene Zuschüsse für Solaranlagen. Die Förderhöhe liegt typisch bei 100-2.000 Euro.

Ausgewählte Kommunen mit Förderung (Beispiele)

Stadt/Gemeinde Bundesland Förderhöhe Bedingungen
München Bayern Bis 500 € pauschal Anlagen bis 30 kWp
Düsseldorf NRW Bis 1.000 € Klimafreundliches Wohnen
Köln NRW Bis 1.500 € Altbausanierung + PV
Frankfurt/Main Hessen Bis 300 €/kWp Max. 3.000 €
Stuttgart BW Bis 350 €/kWp Max. 5.000 €, mit Speicher
Freiburg BW Bis 200 €/kWp Max. 3.000 €
Erlangen Bayern Bis 150 €/kWp Für Speicher zusätzlich
So finden Sie Ihre kommunale Förderung:
  • Website Ihrer Stadt/Gemeinde → Bereich "Klimaschutz" oder "Energie"
  • Bei Stadtwerken oder Gemeindeverwaltung nachfragen
  • Förder-Datenbanken nutzen (z.B. Fördernavi der Verbraucherzentrale)
Antragstellung

Förderung beantragen: So gehen Sie vor

Schritt-für-Schritt zur Förderung

1. Fördermöglichkeiten recherchieren

  • Prüfen Sie Bundes-, Landes- und kommunale Programme
  • Checkliste erstellen: Welche Programme kommen infrage?
  • Förderbedingungen genau lesen (oft müssen Anträge VOR Beauftragung gestellt werden)

2. KfW-Kredit beantragen (falls gewünscht)

  • VOR Vertragsabschluss mit Installateur zur Hausbank gehen
  • KfW-Antrag über Hausbank stellen (nicht direkt bei KfW)
  • Unterlagen: Angebot Installateur, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Einkommensnachweise
  • Nach Zusage: Vertrag mit Installateur abschließen

3. Landes- und Kommunalförderung beantragen

  • Antrag meist online über Förderportal des Landes/Kommune
  • Oft erforderlich VOR Beauftragung – Timing beachten!
  • Unterlagen: Angebot, Eigentümernachweis, Steuernummer
  • Wartezeit bis Bewilligung: 2-8 Wochen

4. PV-Anlage installieren

  • Nach Förderzusage: Beauftragung des Installateurs
  • Installation durchführen lassen
  • Inbetriebnahme und Abnahme

5. Verwendungsnachweis einreichen

  • Nach Installation: Rechnung und Nachweise an Förderstelle senden
  • Inbetriebnahmeprotokoll, Fotos der Anlage
  • Auszahlung der Förderung (meist 4-8 Wochen nach Einreichung)
Wichtigste Regel: Die meisten Förderungen müssen VOR Beauftragung/Vertragsabschluss beantragt werden. Nachträgliche Anträge werden abgelehnt. Planen Sie 4-12 Wochen Vorlaufzeit ein!
Förderkombination

Förderungen kombinieren und maximieren

Die gute Nachricht: Viele Förderungen lassen sich kombinieren. So holen Sie das Maximum heraus:

Was lässt sich kombinieren?

Förderung 1 Förderung 2 Kombinierbar?
Einspeisevergütung Alle anderen ✓ Ja
0% MwSt. Alle anderen ✓ Ja
Einkommensteuerbefreiung Alle anderen ✓ Ja
KfW 270 Landesförderung ✓ Ja
KfW 270 Kommunalförderung ✓ Ja
Landesförderung Kommunalförderung ✓ Meistens ja (prüfen)

Beispiel Maximale Förderung: Berlin, 10 kWp + 10 kWh

Förderart Betrag
Anschaffungskosten (brutto mit 19% MwSt.) 28.560 €
Abzug: 0% MwSt. (statt 19%) -4.560 €
Netto-Anschaffungskosten 24.000 €
Berlin SolarPlus: PV-Förderung -3.000 €
Berlin SolarPlus: Speicher-Förderung -3.000 €
Eigenanteil nach Förderung 18.000 €
Finanzierung über KfW 270 (3,95%, 10 Jahre) Monatlich 182 €
+ 20 Jahre Einspeisevergütung (ca. 5.000-10.000 €)
+ Einkommensteuerbefreiung auf alle Erträge

Gesamtförderung: 10.560 € (37% der Brutto-Anschaffungskosten)

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